II.BERLINER MUSIK-FILM-MARATHON 10.-24. April 2012

Samstag 14. April 2012                                                                    18.00 Uhr

 

MAMA AFRICA (Finnland / Deutschland / Südafrika 2011)

Regie: Mika Kaurismäki

Buch:Mika Kaurismäki, Don Edkins

Musik: Miriam Makeba

Kamera: Wolfgang Held, Jacques Cheuiche, Frank Lehmann, Martina Radwan, Eran Tahor

Schnitt: Uwe Dresch, André Bendocchi-Alves, Karen Harley 

Mit: Darsteller: Miriam Makeba, Zenzi Monique Lee, Nelson Lumumba Lee, Hugh Masekela, Angélique Kidjo, Kathleen Cleaver

89 min., HD, deutsche Fassung

Publikumspreis der Sektion Panorama bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2011


Hommage an Miriam Makeba (1932-2008), die wie keine andere die Hoffnung und die Stimme Afrikas verkörperte. Den Lebensweg dieser außergewöhnlichen Künstlerin, die mehr als 50 Jahre lang musikalisch für Furore sorgte, stellt der Film mit Hilfe von raren Aufnahmen und zahlreichen neu gedrehten Interviews von Freunden, Verwandten und MusikerkollegInnen dar. Sie starb 2008 in Italien nach einem Benefizkonzert zugunsten des von der Mafia bedrohten Schriftstellers Roberto Saviano.
                            Video                                                                                                        

Samstag 14. April 2012                                                                    20.00 Uhr

 

OSKAR SALA. DIE VERGANGENE ZUKUNFT DES KLANGS (Deutschland 2000)

Regie: Oliver Rauch & Ingo Rudloff

Kamera: Leif Karpe

Schnitt: Markus Schmidt

Produktion: Upstart!

83 min., HD

Internationale Festivalaufführungen & Preise: Berlinale, Sao Paulo, Quebeck, Stockholm und Asolo (Spezialpreis Gian Francesco Malipiero)

 

Das Jahrhundert-Phänomen Oskar Sala und seine elektrische Musik. Der Schöpfer so genialer Klangkulissen wie der Vogelschreie in Hitchcocks THE BIRDS und über 300 Filmmusik-Kompositionen starb 2002 im Alter von 91 Jahren. Der Film ist eine Begegnung mit dem damals noch quicklebendigen Komponisten und Erfinder, seinen Weggefährten sowie seiner Werke und seinem faszinierendem Instrument, dem Mixtur-Trautonium.

 

In Anwesenheit von Oliver Rauch und Ingo Rudloff

 

Eine bemerkenswerte Dokumentation ist den beiden Filmemachern da gelungen. Bemerkenswert deshalb, weil es ihnen bei dem Portrait nicht um Mythenbildung geht. Geschickt montierte Archivaufnahmen, Interviewstrecken mit Sala und seinen Zeitzeugen, widmet sich der Film auch der Gegenwart und räumt mit Vorurteilen auf.

(Die Welt)

Rauch und Rudloff ist ein toller Film gelungen: Die Idee, mit dem Film auch eine Charakterstudie um Einzigartigkeit und Einsamkeit umzusetzen, ist aufgegangen.

(Die Schleuse)

 

Samstag 14. April 2012                                                                    22.00 Uhr

 

THE BIRDS (USA 1963)

Regie: Alfred Hitchcock

Buch:Evan Hunter

Musik/Klangeffekte: Oskar Sala

Kamera: Robert Burks

Schnitt: George Tomasini

Mit: Tippi Hedren, Rod Taylor, Jessica Tandy, Suzanne Pleshette, Veronica Cartwright, Charles McGraw, Ethel Griffies u.a

119 min., 35mm, Deutsche Fassung

 

Der Film - ein Klassiker des Horrorfilms nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von Daphne du Maurier - verzichtet ganz auf einen Soundtrack im herkömmlichen Sinne. Hitchcock ließ das Werk von Hindemith-Schüler Oskar Sala auf dessen Mixtur-Trautonium mit Montagen elektronischer Vogelklänge und Geräuscheffekte unterlegen. Im Film ist keine einzige natürliche Vogelstimme zu hören.                                                        Video