II.BERLINER MUSIK-FILM-MARATHON 10.-24. April 2012

Freitag 20. April 2012                                                                      18.00 Uhr

 

INTOLLERANZA. LUIGI NONO´S SCENIC ACTION AS SEEN TODAY (Deutschland 2004) 
Buch, Regie: Bettina Ehrhardt

Mit: Koffi Kôkô, Nuria Schönberg-Nono, Emilio Vedova, Luigi Pestalozza, Heinz Klaus Metzger, Helmut Lachenmann, Daniel Charles, Massimo Cacciari, Agathe, Yoshi, Ola, Nielitz und Nelson Koffi, Manu Moginot

Sprecher: Ulrich Mühe
60 min., HDCam

Preise & Auszeichnungen: Premio Asolo per il miglior film sull’arte des Festival del film sull’arte Asolo (2004), Wettbewerbsbeitrag des FIPA (Biarritz 2005), Prix du meilleur essai beim Festival du film sur l’art Montréal (2005) und Spezialpreis des Präsidenten von Italien für den besten Film über italienische Musik beim Docfest Musica (Rom 2005). Sacem-Preis beim Wettbewerb des Louvre und Radio France Musique „Classique en Images“ 2006.


Wie kaum ein anderer Komponist des 20. Jahrhunderts hat Luigi Nono seine Kunst als Widerstand gegen Diktatur, Bürokratisierung und Gleichgültigkeit genutzt. Mit INTOLLERANZA reagierte Nono Anfang der 60er Jahre auf Fremdenhass und Unterdrückung anderer.

Bettina Erhardt hat auf der Basis von Nonos Werk und unter Mitwirkung von Koffi Kôkô ein beeindruckendes Filmdokument für Toleranz und ästhetischen Widerstand geschaffen.

 

In Anwesenheit von Bettina Ehrhardt                      

 

Freitag 20. April 2012                                                                      20.00 Uhr

 

KLANGMYRIADEN. PIERRE BOULEZ´ PLI SELON PLI - PORTRAIT DE MALLARMÉ (Deutschland 2012)

Buch, Regie: Bettina Ehrhardt
60 min., HDCam,
deutsche Erstaufführung

 


Film über Pierre Boulez’ Mallarmé-Zyklus für Sopran und Orchester, Yeree Suh und Ensemble musikFabrik, unter der Leitung von Pascal Rophé und Gesprächen mit Pierre Boulez und den Mitwirkenden.

 

Abstraktion und Sinnlichkeit, Verdichtung und Klarheit, Freiheit und Form: es sind die Extreme, die Pierre Boulez in seiner großen Orchesterkantate in fünf Sätzen auslotet, mit gewaltigen Tutti-Schlägen und seraphischem Gesang und einer Konstruktion, die im Wechsel der Perspektiven immer wieder neue Hörerfahrungen eröffnet. Über 30 Jahre lang hat Pierre Boulez dieses Meisterwerk der Neuen Musik fortgeschrieben, "Falte um Falte" Mallarmés Dichtungen im künstlerischen Dialog von Musik und Wort erkundet.

 

Bettina Ehrhardts Film dokumentiert den Probenprozess und die Aufführung des Stücks beim Festival ´Acht Brücken´, Köln, mit Yeree Suh und dem Ensemble musikFabrik, unter der Leitung von Pascal Rophé. Rophé, der viele Jahre mit Pierre Boulez zusammengearbeitet hat, und verdeutlicht die spieltechnischen Herausforderungen, die das Stück ans Ohr der Musiker stellt. Im Gespräch mit Boulez und den Musikern wird deutlich, um welch existentielle Erfahrungen es in der Dichtung Mallarmés, in Pierre Boulez’ Musik geht. Am Schluß des Zyklus steht Mallarmés Gedicht ´Tombeau´ über den Tod des Dichters Verlaine. “Ich wollte oft angenehm sein mit meiner Musik”, sagt Pierre Boulez im Publikumsgespräch, “aber sicher nicht hier: Sie sind gewarnt.”

 

In Anwesenheit von Bettina Ehrhardt