II.BERLINER MUSIK-FILM-MARATHON 10.-24. April 2012

Sonntag 22. April 2012                                                                    12.30 Uhr

 

Lecture / Henning Lohner - Filmemacher, Filmkomponist, Multi-media-Künstler

 

Eintritt frei

 

Sonntag 22. April 2012                                                                    18.00 Uhr

 

SOUND ??? (England 1966/67)

Buch, Regie: Dick Fontaine

Mit: Roland Kirk und John Cage
25 min., DVD


Filmregisseur Dick Fontaine verbindet Konzertaufnahmen und Aufnahmen aus dem Alltag des blinden Multiinstrumentalisten und Komponisten Rahsaan Roland Kirk mit Sequenzen und Statements von John Cage. Ein wunderbares Doppelportait der beiden scheinbar antagonistischen Künstler.
                                                        Video                                                                                                                     


DAVID, MOFFETT & ORNETTE: THE ORNETTE COLEMAN TRIO (England 1966)

Buch, Regie: Dick Fontaine

Mit: Ornette Coleman (as, tp, viol), David Izenzon (bass), Charles Moffett (dr)
55 min., DVD


1966 spielte das Ornette Coleman Trio in Paris die Musik zu dem Film Who´s Crazy? des Living Theatre  ein. Es sind dies die vermutlich frühesten Filmaufnahmen von Ornette Coleman. "One of the best filmed jazz performances ever" (Jazz Times).

 

Sonntag 22. April 2012                                                                    20.00 Uhr

 

DIE RACHE DER TOTEN INDIANER (Deutschland 1993)

Regie: Henning Lohner

Mit: Yves Bazillou, Michael Berger, Farid Chahboub, Noam Chomsky, Merce Cunningham, William Forsythe, Betty Freeman, Frank O. Gehry, Dennis Hopper, Heiner Müller, Yoko Ono, Jean Nouvel, Yehudi Menuhin, Giorgio Strehler, Iannis Xenakis, Frank Zappa, John Zorn, Richard Serra u.a.
115 min.


Nach Heiner Müllers Ansicht war John Cage "die Rache der toten Indianer an der europäischen Musik". Dies ist einer von vielen ´catch-phrases´ und zugleich der ungewöhnliche Titel des beeindruckenden Films von Henning Lohner. Ein Archiv von 250 Std. Rohmaterial hat Lohner zu einem fast zweistündigen Band verdichtet. Die kürzeste Einstellung dauert 1 Frame, die längste 4'33''. Lohner portraitiert Cage nach dem musikalischen Prinzip, dass jedes Bild sowohl innerhalb des linearen Verlaufs als auch für sich allein sinnfällig ist. Dem Schnitt gelingt so das Kunststück, für Bild, Sprache und Musik genügend Raum zu lassen. Dieses kurz vor Cages Tod entstandene narrative Dokument spürt dessen Musik und Philosophie nach,  entwickelt Themen und Kommentare durch Freunde, Bekannte und völlig Unbekannte. (ZKM | Institut für Musik und Akustik)

 

In Anwesenheit von Henning Lohner