II.BERLINER MUSIK-FILM-MARATHON 10.-24. April 2012

 

 

  

 

Foto: Jan Svank

 

  


Fuzzy (aka Jens-Wilhelm Pedersen)

 

Geb. 23. Februar 1939 in Roskilde, Dänemark. In frühen Jahren Jazzpianist und – klarinettist. Studium an der Royal Danish Academy of Music in Kopenhagen sowie an der Royal Academy

of Music in Århus bei Per Nørgård (Komposition), Bjørn Hjelmborg (Musikgeschichte) sowie Vagn Holmboe und Finn Høffding (Musiktheorie). Danach Kompositionsstudium bei Karlheinz Stockhausen, György Ligeti und Jan Bark. Lehrte bis 1978 Musikgeschichte und -theorie an

der Royal Academy of Music in Århus.

Mitglied der legendären schwedisch-dänischen Multimedia-Gruppe "Nya Kulturkvartetten/The New Culture Quartet", bestehend aus Folke Rabe (Posaune & andere Instrumente), Jan Bark (Posaune und andere Instrumente), Fuzzy (Flöte, Klarinette, Akkordeon & andere Instrumente) sowie Thord Norman (Viola). Tourneen durch Skandinavien, Ost- und Westeuropa, USA und Kanada.

Langjährige Zusammenarbeit auch mit Vokalist Povl Dissing und Violonist John von Daler.

Trat in zahlreichen Fernsehprogrammen auf und hatte lange Zeit eine eigene Kindersendung (Fuzzy´s Workshop”) zum Thema Musikwahrnehmung und Musik anderer Kulturen. Zusammen mit dem Librettisten Rune T. Kidde komponierte er im Auftrag der Könglich-Dänischen Oper "Mamma Witch Mortensen and the Fat Turkey".

Als Komponist schrieb er Orchesterwerke, Chor- und Kammermusik, hauptsächlich aber elektroakustische Werke, vielfach für Ballett, Theater, Filme bzw. in einer Mischung dieser Genres. So komponierte er Stücke für das seit 1988 bestehende dänische Perkussionsduo

von Uffe Savery und Morten Friis (Safri-Duo), das u.a. 2010 in Kooperation mit der Sängerin Velile den WM-Soundtrack ”Helele” einspielte; für den irischen Flöten-Virtuosen Sir James Galway, der von 1969-1975 als erster Flötist bei den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan spielte und 1990 von Roger Waters zum The Wall – Live in Berlin-Konzert am Potsdamer Platz eingeladen wurde und zwei Songs von Pink Flyod spielte (Goodby Blue Sky,

Is There Anybody Out There?); für Ensembles wie das 1980 von Pierre Dørge gegründete

New Jungle Orchestra, eine Big Band mit Musikern aus verschiedenen Ländern Europas,

Afrikas und Amerikas (darunter Marilyn Mazur, Harry Beckett, Johnny Dyani, John Tchicai,

Jesper Zeuthen, Hamid Drake; das Copenhagen Art Ensemble (u.a. mit Lotte Anker, Tenor-

und Sopransax); Contemporania und Trio Zoom.

Im Auftrag der Königlich-Dänischen Bibliothek schuf er das 12-kanalige elektroakustische

Werk ´Catalogue´, ein musikalisches Interieur für das Haus (”der schwarze Diamant”). Als Inspirationsquelle für die 52 Teile dieses Werkes – eins für jede Woche - dienten Artefakte

aus der Bibliothek – ein Manuskript, ein Foto, ein Buch, ein Brief oder Noten.

Als Komponist für Film und Theater arbeitete er u.a. mit Regisseuren wie Kaspar Rostrup, Jørgen Leth, Rainer Werner Fassbinder (Titelmusik für 8 Stunden sind kein Tag, unter dem Pseudonym Jean Gepoint), Jannik Hastrup, Bille August, Peter Kupke und Johan Bergenstrâhle.


Zahlreiche Preise und Auszeichnungen: Lumbye Award, Lange Müllers Memorial Scholarship, The Danish Art Council´s lifetime stipendium, The Wilhelm Hansens Fund´s Honorary Award, Wilhelm Hansen´s Composer Award. 1988 wurde er zum "Ehrenkünstler" von Frederiksberg ernannt.

2001 Auszeichnung von der Staatlichen Kunststiftung für sein Sound design für das 1. Programm des Dänischen Nationalradios; 2009 Ehrenpreis von Frederiksberg.


 

Filmmusiken (Auswahl)

2008     En lille film om nisser

2006     Vores sensommer (TV)

2005     Krig og Kager

2004     Peter Laugesen - Fire stemmer

2001     Storm P. Opfindelser

2000     Anna

            Sparekassen (TV)

            Her i nærheden

1998     H.C. Andersen og den skæve skygge

1996     Bryggeren (TV -Serie)

1994     Snøvsen ta'r springet

1993     Andersens julehemmelighed (TV-Serie)

            Møv og Funder

            Hvordan vi fik vores naboer

1992     Kald mig Liva" (TV-Serie)

Snøvsen

1991     Bjarne og Brittas vidunderlige verden

1990     Oliver und Olivia - Zwei freche Spatzen

1989     Tanzen mit Regitze, Bundesrepublik Deutschland

1987     Strit og Stumme

1986     Mellem grænser

1985     Trylle og Tøjdyrene

1984     Samson og Sally

            Tukuma

1983     Udenrigskorrespondenten

            Brødrene Øbberbøv (TV-Serie)

1982     Tre engle og fem løver

            Kidnapning

Maj (TV)



1972-1973

unter dem Pseudonym Jean Gepoint:

Acht Stunden sind kein Tag, Regie: Rainer Werner Fassbinder (TV-Serie)

5 Folgen:

Irmgard und Rolf

Monika und Harald

Franz und Ernst

Oma und Gregor

Jochen und Marion

 

erste Filmarbeit

1967     Boxiganga (als Jens-Wilhelm Pedersen)

 
www.fuzzy.dk