II.BERLINER MUSIK-FILM-MARATHON 10.-24. April 2012

 

 

 Pelle Gudmundsen-Holmgreen

 

Geb 21.11.1932, dänischer Komponist. Er studierte am Königlich Dänischen Musikkonservatorium und trat 1955 mit ersten Werken hervor. Seine frühen Werke sind beeinflußt von Carl Nielsen, Vagn Holmboe, Béla Bartók und Igor Stravinsky. Um 1960 schloss er sich seriellen Komponisten wie Per Nørgård und Ib Nørholm an, entwickelte jedoch bald einen eigenen, von Reduktion und Minimalismus geprägten Stil, der aber auch Momente des Absurden mit einbezieht. Gudmundsen-Holmgreen befaßte sich intensiv mit den Werken Samuel Becketts, der für ihn stilprägend wurde. Seine Musik bezieht aber auch Barockmusik, Jazz, Folk (aus Griechenland und Spanien) sowie Gregorianik mit ein. Gudmundsen-Holmgreens Œuvre steht aber auch der amerikanischen bildenden Kunst und der Pop-Art nahe. Er ließ sich von den Arbeiten John Cages und Edgar Varèses ebenso inspirieren wie von dem bildnerischen Werk Robert Rauschenbergs. 

Für seine Kompositionen, darunter zahlreiche Streichquartette, Stücke für Klavier und Orgel, Kammermusik, Konzerte für Cello und Klavier, Ensemble- und Orchestermusik wurde er mehrfach ausgezeichnet, unlängst erst mit einem Grammy Award.

Er gilt als der "anerkannteste Außenseiter" der Neuen Musik in Dänemark.

 

Jytte Rex´ Filmportrait PELLE GUDMUNDSEN-HOLMGREEN: MUSIKKEN ER ET MONSTER (DK 2007) zeichnet ein umfassendes Bild seines Denkens und Handelns - musikalisch und außermusikalisch.

 

Die in der Programmbroschüre abgedruckten englischen Texte zum Film stammen von Andreas Lewin, zit. n. www.doku-arts.de