II.BERLINER MUSIK-FILM-MARATHON 10.-24. April 2012

 

 

 

INTRO

 

 

"Was bleibt von einem Film-Erlebnis? Die Stars, die Story oder eine eindrucksvolle Bildeinstellung? Vielleicht übt für viele doch die Musik die tiefste Wirkung aus."

 

Albrecht Dümling: Die richtige Konstellation in: Kino. Movie. Cinéma. 100 Jahre Film.

24 Bilder einer Ausstellung, Hg. Jacobsen/Prinzler/Sudendorf, Berlin 1995

 

                           

Der Dreiklang von Musikfilme sehen, über Musikfilme reden und die praktische Arbeit an

der Musik (im Film) ist konstitutiv für dieses Projekt. In vertikal und horizontal strukturierten thematischen Blöcken sollen sich über einen Zeitraum von vierzehn Tagen die beeindruckende Leistung von Künstlern und Gruppierungen und die vielfältigen Auseinandersetzungen von Neuerern und audiovisuellen Forschungsreisenden auf dem Gebiet des Musikfilms spiegeln.

Im Begriff des Musikfilms – per se eine hybride Gattung – west mehr, als das Wort verrät.

Filme, wie wir sie verstehen, wollen den Zuschauer weder überwältigen noch manipulieren.

Sie sind authentisch, ehrlich, inkorrupt. Es sind daher Filme, die nicht altern. Und sie zeigen,

dass es überall auf der Welt hochkarätige Künstlerinnen und Künstler gibt, RegisseurInnen, AutorInnen und KomponistInnen, die bemüht sind, musikalische Inhalte und Film kongenial miteinander zu verschmelzen, d.h. mitunter, sie zu kontrapunktieren.

Zonen des Umbruchs und der ästhetischen Erneuerung, wie sie in diesem Programm schlaglichtartig erhellt werden, die Formulierung neuer Ansätze, die Zusammenschau

von Material, das aus ganz unterschiedlichen Etappen und Hemisphären stammt und

so noch nicht in einen Kontext gebracht wurde, ist ein Erlebnis, zu dem dieser II. Berliner

Musik-Film-Marathon beitragen möchte.

Anhand ausgewählter Spiel- und Dokumentarfilme, E-Filme (Experimentalfilme), Art brut-Filme, verkannter Filme (Films maudits), Outsider-Filme, Industrie- und Künstlerfilme soll ein exemplarischer Einblick in das Schaffen jener vermittelt werden, die mit ihren Arbeiten Maßstäbe gesetzt haben.

 

Einen umfangreichen Programmblock mit Arbeiten von und über den Elektronikpionier Oskar Sala haben Daniel Meiller, Oliver Rauch, Ingo Rudloff, Wolfgang Seidel und ich gemeinsam vorbereitet..

Unsere Gäste: Peter Badge (Fotograf und Buchautor), Frank Behnke (Filmemacher

und Musiker), Albrecht Dümling (Musikologe und Autor), Bettina Ehrhardt (Regisseurin und Drehbuchautorin), Rudi Flatow (Cinecontact), Wilhelm Füßl (Oskar-Sala Fonds am Deutschen Museum München), Fuzzy (Komponist und Elektronikpionier), Hans-Dieter Grünefeld (Publizist), Folkmar Hein (Ingenieur und vormals Leiter des Elektronischen Studios der TU Berlin), Frank Hentschel (Musikologe und Buchautor), Jürgen Hiller (Trautoniumbauer),Theo Janssen (Filmemacher und Musiker), Andree Korphys (Medienkünstler), Markus Löffler (Medienkünstler), Henning Lohner (Regisseur, Komponist, Medienkünstler), Juliane Lorenz (Filmschaffende und Präsidentin der Fassbinder-Foundation), Daniel Meiller (Filmemacher und technischer Leiter der Abtl. Film Deutsche Kinemathek), Elfi Mikesch (Kamerafrau und Regisseurin), Heiner Mühlenbrock (Fotograf und Filmemacher), Wolfgang Müller (Trautoniumspieler), Hugo Niebeling (Regisseur, Drehbuchautor und Produzent), Oliver Rauch (Filmemacher und Dozent), Josef Anton Riedl (Komponist), Hanno Rinne di Rosa (Trautoniumspieler), Ingo Rudloff (Filmemacher und Dozent), Ulrich Rützel (Musikproduzent und -verleger), Frank Scheffer (Musikfilmregisseur), Carsten Schmidt (Musikinstrumentenmuseum Berlin), Irmin Schmidt(Komponist und Produzent),Dieter Schnebel (Komponist, Musikologe, Theologe), Wolfgang Seidel (Musiker, Grafiker und Musikautor), Rosemarie Stenzel (Filmschaffende), Yeree Suh (Sängerin), Christian Braad Thomsen (Filmemacher und Produzent), Costis Zouliatis (Musikologe, Komponist und Filmemacher).
 
Für vielfältige Unterstützung danke ich dem Hauptstadtkulturfonds, unseren Gastgebern im Martin-Gropius-Bau, unseren Partnern, Sponsoren und Förderern sowie dem gesamten Team.

 

Für ihre Programmberatung danke ich Frank Behnke, Inés Koebel, Heiner Mühlenbrock, Dieter Schnebel und Wolfgang Seidel.

 

Danken möchte ich insbesondere auch Dieter Schnebel für die musikalischen Bildmotive in der 40-seitigen zweisprachigen Programmbroschüre.

 

Helma Schleif / 2012

 

 

     

Plakatmotiv & Cover Programmbroschüre · © Dieter Schnebel