II.BERLINER MUSIK-FILM-MARATHON 10.-24. April 2012
       
 

Daniel Johnston

   

 

 

Jeff Feuerzeig Filmemacher, Drehbuchautor

Geb. 1964, aufgewachsen in Hazlet, New Jersey. 1986 Besuch des Trenton State College und Abschluss mit Auszeichnung. Teilnahme an einem 6-monatigen Filmemacher-Programm der New York University unter Leitung von Thierry Pathé.
Jeff Feuerzeig, aus der Punk- und Musikszene der frühen 1980er Jahre kommend, begann seine Filmkarriere zunächst als Cutter und wurde später ein erfolgreicher Werbefilmer.

25 Jahre lang drehte er Werbefilme für Handel und Industrie, darunter für IBM, Delta Air Lines und Budweiser.
1990 realisierte er ´Jon Hendricks: The Freddie Sessions,´ ein Filmportrait des berühmten Jazzvokalisten (Lambert, Hendricks & Ross). Der 30-minütige Film (mit Auftritten von George Benson, Al Jarreau und Bobby McFerrin)  wurde vom TV-Sender PBS landesweit ausgestrahlt.
1993 drehte und produzierte er mit ´Half Japanese: The Band That Would Be King´

seinen ersten abendfüllenden Dokumentarfilm.
Für seinen aufsehenerregenden Film THE DEVIL AND DANIEL JOHNSTON wurde Jeff Feuerzeig beim Sundance Festival 2005 mit dem Regie-Preis ausgezeichnet und für den Grand Jury Prize Documentary nominiert. Im selben Jahr erhielt er beim National Film Festival den Preis der Filmkritik. Die Zeitschrift ´Mojo´ listete den Film als einen der 10 besten Musikfilme aller Zeiten und das Rolling Stone Magazin erkor ihn zu einen der 25 besten Musik-DVDs aller Zeiten.
 
Der Film, ein bezwingendes Portrait des schizophrenen Musikers und Outsider artists

Daniel Johnston, erregte weltweit Aufsehen und gehört heute zu den Kult-Filmen. Durch die Verbindung von filmischen Mitteln aus dem Kanon des Dokumentarfilms (hier zeigt

sich Feuerzeigs Schulung durch die Zusammenarbeit mit Albert Maysles) und Techniken des ´New Journalism´ der 1970er Jahre (Bericht aus der Perspektive des Protagonisten =

first-person POV = point of view und innere  Monologe mittels Audiokassetten, Briefen, Notaten, Heimfilmen usw.) gelingt es dem Regisseur, die Schnittstellen von Genie und Wahnsinn sichtbar zu machen. Der Filmkritiker Matt Zoller Seitz (New York Observer) schrieb seinerzeit: „Der Film versucht in Bild und Ton, was  Journalisten wie Nick Tosches (Dino) und Norman Mailer (Armies of the Night) mit Prosa versuchten: sie in Poesie zu verwandeln, als subjektiven Zugang zur Wahrheit.“

Es ist die Art, wie Jeff Feuerzeig mit Daniel Johnston auf der schmalen Linie zwischen Kreativität und Wahnsinn wandelt, die diesen tief bewegenden und hypnotischen Film so unvergesslich macht. (Peter Travers, in: Rolling Stone)

 

Freitag 13. April 2012                                                                                             23.00 Uhr

 

Outsider Artists – Art brut Musik
THE DEVIL AND DANIEL JOHNSTON (USA 2005)

Regie: Jeff Feuerzeig

Musik: Daniel Johnston

110 min.

 

Ausgewählt und vorgestellt von Frank Behnke



Filmografie

 

in Vorbereitung: 
 God Bless Tiny Tim
The Bayonne Bleeder
Shephard Fairey. The Boy Who Cried Hope (postponed)
2011The Dude
I Am Chuck Wepner
The Real Rocky
2005THE DEVIL AND DANIEL JOHNSTON
1994Half Japanese: The Band That Would Be King
1990Jon Hendricks: The Freddie Sessions


www.jefffeuerzeig.com