II.BERLINER MUSIK-FILM-MARATHON 10.-24. April 2012

   

 

Miriam Makeba Vokalistin, Politaktivistin

 

(eigentlich: Zenzile Makeba Qgwashu Nguvama Yiketheli Nxgowa Bantana Balomzi Xa Ufun Ubajabulisa Ubaphekeli Mbiza Yotshwala Sithi Xa Saku Qgiba Ukutja Sithathe Izitsha Sizi Khabe Singama Lawu Singama Qgwashu Singama Nqamla Nqgithi) Auch bekannt als Mama Afrika.

 

Geb. 4. März 1932 im Township Prospect bei Johannesburg; gest. 10. November 2008 in

Castel Volturno, Italien.

Ihre musikalische Laufbahn begann Miriam Makeba in Südafrika als Sängerin der Gruppen Cuban Brothers und Manhattan Brothers. Später gründete sie das Frauentrio The Skylarks. 1959 Auftritt in dem Anti-Apartheid-Film ´Come Back, Africa´ von Lionel Rogosin. In der Folge wurde ihr die Rückreise nach Südafrika verweigert. Mit Harry Belanfontes Hilfe kam sie in die USA. Erste Auftritte in Los Angeles und New York und Beginn ihrer Weltkarriere.

Zu ihren bekanntesten Songs gehören ´Pata Pata´, ´The Click Song´, ´Soweto Blues´

sowie eine Version von ´Mbube´ (The Lion Sleeps Tonight), die sie u.a. 1962 auf der Feier

zum 45. Geburtstag

John F. Kennedys im Madison Square Garden sang.

1963 sprach sie erstmals vor der UNO und rief zum Boykott des südafrikanischen Apartheid-Regimes auf.

Von 1964-1966 war sie in dritter Ehe mit dem südafrikanischen Jazzmusiker Hugh Masekela verheiratet.

1968 heiratete sie den Bürgerrechtler und Black-Panther-Aktivisten Stokely Carmichael. Vom FBI dauerüberwacht, wanderten sie nach Guinea aus. 1978 wurde die Ehe geschieden.

Miriam Makeba wurde dann Zweitfrau von Bageot Bah, einem belgischen Muslim. 1988 trat

sie zusammen mit Hugh Masekela beim Nelson Mandela 70th Birthday Tribute Concert in London auf. Nach drei Jahrzehnten Exil in den USA und Guinea kehrte sie 1990, auf Bitte

von Nelson Mandela, nach Südafrika zurück und lebte wieder in Johannesburg.

Am 26. September 2005 erklärte Miriam Makeba ihren Abschied von der Bühne. Eine letzte Welttournee führte sie noch durch die USA, Kuba, Brasilien, Venezuela, Skandinavien und Deutschland.

Am 9. November 2008 trat Miriam Makeba auf einem Benefizkonzert für den von der Camorra bedrohten Schriftsteller und Journalisten Roberto Saviano in Castel Volturno in Italien auf.

Auf der Bühne erlitt sie während einer Zugabe einen Herzinfarkt und verstarb am frühen Morgen des 10. November im Krankenhaus.

Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, darunter den Grammy Award, den Dag-Hammarskjöld-Preis und die Otto-Hahn-Friedensmedaille. 1996 erhielt sie den Kora

All African Music Award für ihr Lebenswerk, und 2002 wurde sie mit dem Polar Music Prize, ausgezeichnet.

1987 verfasste Miriam Makeba zusammen mit dem weißen US-Amerikaner James Hall das

Buch ´Makeba. My Story´. 1988 erschien die deutsche Übersetzung ´Homeland Blues.

Ein farbiges Leben´ (Goldmann Verlag).

 

 

Filmografie

 

2011    MAMA AFRICA Deutschland/Südafrika/Finnland, 2011 (Regie: Mika Kaurismäki)

2002    Amandla! A Revolution in Four-Part Harmony, Südafrika (Regie: Lee Hirsch )

1997    When We Were Kings, Dokumentarfilm (Regie: Leon Gast)

1992    Sarafina! Musikfilm, Südafrika/Großbritannien/USA (Regie: Darrell Roodt)

1959    Come Back, Africa, Spielfilm, Südafrika/USA (Regie: Lionel Rogosin)

 

www.miriammakeba.co.za